Grosser Preis von Grossbritannien

 
 
 
 


Silverstone, Grossbritannien

   

The Home of British Motor Racing“, wie Silverstone sich selbstbewusst nennt, ist der älteste Grand Prix-Kurs. 1950 debütierte hier die Formel 1, als ehemaliger Flugplatz mit langen Geraden war Silverstone bis vor einigen Jahren der schnellste Kurs im Kalender. Die erste Kurve auf der 5,140 Kilometer langen Runde, Copse Corner, konnte mit rund 250 km/h genommen werden. Seit den Umbauten Mitte der Neunziger Jahre taugt sie noch für etwas mehr als die Hälfte. Die beliebtesten Tribünen sind im Nordbereich. Hier finden Sie die Tribünen Luffield und Pits.

Schnelle Kurven, in denen die Autos oft untersteuern, stellen in Silverstone vor allem die Reifen auf eine Belastungsprobe, eine gute Aerodynamik und ein gutes Fahrwerk sind aber nicht weniger wichtig für eine gute Rundenzeit. Auf den langen Geraden ist ein hoher Top-Speed gefragt, die langsamen Kurven im Schlussdrittel der Strecke verlangen hingegen eine gute Traktion - ein guter Kompromiss beim Flügel-Setup der Autos ist aus diesem Grund sehr wichtig. Das Überholen ist auf der Strecke wegen fehlender langsamer Kurven nach langen Geraden und vielen schnellen Kurven, in denen man dem Vordermann kaum folgen kann, sehr schwierig.

Die Tücken der Strecke kommen von oben. Oftmals sorgt das typisch britische Wetter für Regen, der den sonst sehr griffigen Asphalt rutschig werden lässt. Ein weiteres Problem äußert sich vor allem in den schnellen Kurven wie der 'Beckett's' - der Wind. Da die Landschaft rund um die Strecke sehr flach ist, fegen nicht selten heftige Windböen über den Kurs, und sorgen in diesen Passagen dafür, dass die Autos aus der Balance geraten und häufig unangenehm untersteuern. Um Silverstone herum herrscht eine eher ländliche Gegend vor, auch wenn viele Formel-1-Teams ihre Fabriken unweit der Strecke platziert haben.

Anthony Davidson, ein ehemaliger BRDC/Autosport/McLaren-Förderkandidat, war zwischen 2001 und 2006 Testfahrer bei BAR beziehungsweise Honda, wo er zwei Jahre lang auch als Freitagspilot zum Einsatz kam - mit recht guten Resultaten.

Seine Karriere begann er allerdings bereits in den späten 1990er Jahren mit beeindruckenden Erfolgen im Kart- und später auch im Formelsport. 2001 wurde er zum Beispiel Vizemeister in der prestigeträchtigen Britischen Formel-3-Meisterschaft - hinter seinem heutigen Formel-1-Teamkollegen Takuma Sato.

In der Formel 1 wartete Davidson lange Zeit auf den großen Durchbruch, denn abgesehen von zwei Renneinsätzen für Minardi im Jahr 2002 und seinem Kurzauftritt in Malaysia 2005 musste er immer auf der Ersatzbank schmoren. Dass er 2007 - nicht zuletzt dank der Unterstützung von Honda - für Super Aguri F1 an den Start gehen darf, bedeutet für ihn so etwas wie einen Neustart seiner Formel-1-Laufbahn. Davidson besiegte Sato 2007 im direkten Qualifyingduell mit 10:7 und stellte damit seinen Speed unter Beweis, konnte aber in den Rennen nur selten brillieren und holte daher im Gegensatz zu seinem Teamkollegen auch keine WM-Punkte.

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