Grosser Preis von
Malaysia

 
 
 
 


Sepang, Kuala Lumpur

   

"Selamat Datang" steht in großen Buchstaben am internationalen Flughafen von Kuala Lumpur, das bedeutet ganz einfach "Willkommen". Den Formel-1-Teammitgliedern macht im Laufe des Renn-wochenendes vor allem die Hitze und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit von nicht selten 90% zu schaffen, die zugleich eine Bewährungsprobe der besonderen Art für das technische Equipment darstellt. Trotzdem kommen die meisten Formel-1-Fahrer, Teambeteiligten und Fans sehr gerne nach Malaysia, denn der 'Sepang International Circuit' zählt zu den schönsten Strecken im gesamten Formel-1-Kalender.

Der Kurs liegt etwa drei Kilometer östlich des Flughafens und ist am einfachsten mit einem Taxi über die Autobahn zu erreichen. Etwa 75 km von der Hauptstadt Kuala Lumpur entfernt ist Sepang von tropischen Wäldern umgeben und die pagodenartigen Dächer der Tribünen verleihen der Anlage ein ganz beson-deres Flair. Hat man dann auch noch das Glück, einen Platz hoch oben am Ende der Gegengerade zu ergattern, kann man beide Seiten des 5,543 km langen Kurses einsehen. Mit 16 Metern ist sie die breiteste Piste im Formel-1-Kalender und besitzt quasi zwei Start- und Zielgeraden, die fast parallel verlaufen.

Kuala Lumpur, im Volksmund kurz "KL" genannt, ist jedoch auch ohne Grand Prix eine Reise wert. Die berühmteste Attraktion der Dreimillionenstadt sind sicher die Petronas Twin Towers, die 451,9 Meter hoch in den Himmel ragen und noch immer die höchsten Gebäude der Welt sind. Ein Gang über die Skybridge, die im 42. Stockwerk die beiden Türme verbindet und der Ausblick von der 84. Etage sind wirklich atemberaubend. Fans, die Alonso und Co. aus der Nähe sehen und sich nicht jeden Tag vor das Pan Pacific Hotel am Flughafen KLIA stellen wollen, sollten vor dem Rennen nach Langkawi, Penang oder ins thailändische Phuket fahren, wo die meisten Piloten einen kurzen Urlaub machen, um sich an das ungewohnte Klima zu gewöhnen.

Jarno Trulli gilt als ewiges Talent, dem der Durchbruch bisher nicht gelungen ist. Immerhin konnte der Römer 2004 im Renault seine erste Pole Position und seinen ersten Sieg erreichen. Zu Beginn seiner Karriere fuhr Trulli im Kart Kreise um seine Konkurrenten, doch für die Formel 1 ist Trulli vielleicht zu sensibel und dem enormen Druck damit nicht gewachsen. So konnte Trulli an seinen ersten großen Erfolg nicht mehr anknüpfen - Renault trennte sich vorzeitig von Trulli, der drei Rennen vor Saisonende 2004 bereits zu seinem neuen Arbeitgeber Toyota Racing wechselte. 2006 brachte er es immerhin auf 5 Rennen in denen er 15 Punkte sammeln konnte. 2007 erreichte er nur 4 mal einen Punkterang.
An der Seite von Timo Glock hofft der am 13. Juli 1974 in Pescara geborene Rennfahrer nun auf einen Aufwärtstrend. Unbestritten sind die Fähigkeiten von Jarno Trulli im Qualifying, wo ihm keiner so schnell etwas vormachen kann. Aber gerade im letzten Renndrittel bricht seine Leistungskurve häufig stark ein.

Starten Sie mit uns von der Pole Position!

 

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