Grosser Preis von Bahrain

 
 
 
 


Manama, Bahrain

   

Am 4. April 2004 feierte die Formel 1 ihr Debüt auf der arabischen Halbinsel. Im Wüstenstaat Bahrain fand der erste Grand Prix im Mittleren Osten statt. Auch in diesem Jahr hat das Rennen eine spezielle Rolle. Um sich an die Gepflogenheiten des Islam zu halten, verzichtet die Formel 1 in Bahrain bei der Siegerehrung auf die obligatorische Champagner-Dusche, die Fahrer versprühen stattdessen " Warrd"; ein extra für das Formel-1-Rennen entwickelte Getränk. Es wird aus verschiedenen, in Bahrain heimischen Früchten gemixt, darunter Granatäpfel, bittere Orangen und Rosenwasser.

Der Bahrain International Circuit hält für die Fahrer zahlreiche Herausforde-rungen bereit. Fünf Links- und sieben Rechtskurven sind zu meistern, zudem ist auf der 1,090 Kilometer langen Start-Ziel-Gerade ein guter Top-Speed gefragt. Die Strecke wird nicht ausschließlich von der Formel 1 genutzt. Ziel der Veranstalter ist, den Kurs 365 Tage im Jahr in Betrieb zu halten. Daher sind insgesamt fünf verschiedene Streckenteile nutzbar. Der innere und der äußere Abschnitt eignen sich hervorragend für Formel-1-Testfahrten und werden beim Grand Prix zu einem Kurs verbunden.
Zusätzlich stehen ein Testoval, eine Kart- sowie eine Dragster-Strecke zur Verfügung.

David Coulthard stieg 1994 unter denkbar ungünstigen Vorzeichen - als Ersatzmann für den verstorbenen Ayrton Senna bei Williams - in die Formel 1 ein. Dort konnte er sein Talent neben Damon Hill mehrfach unter Beweis stellen, er fiel allerdings auch durch einige unnötige Fehler auf. Der erlösende erste Sieg gelang ihm 1995 in Portugal.
1996 wechselte er zu McLaren, wo er 1997 in Australien den geschichtsträchtigen ersten Sieg der modernen "Silberpfeile" einfuhr. Bis zu seinem Weggang nach der Saison 2004 stand er jedoch - mit wenigen Ausnahmen - meistens im Schatten seiner finnischen Teamkollegen Mika Häkkinen und Kimi Räikkönen. Dennoch machte er sich als Spitzenfahrer einen Namen - und heute ist er nach Fernando Alonso mit 13 Grand-Prix-Siegen der erfolgreichste Fahrer im Feld.
Wegen seiner Schwäche im Einzelzeitfahren bekam er Ende 2004 von McLaren den Laufpass, und Red Bull Racing blieb seine letzte Alternative. Dort blühte der Routinier in den vergangenen beiden Jahren sowohl menschlich wie auch fahrerisch regelrecht auf und rief sich mit einigen starken Leistungen wieder in Erinnerung.

2008 zählt der dienstälteste Grand-Prix-Pilot im Feld zu den heißen Außenseitern, schließlich fährt er genau wie früher bei Williams und McLaren wieder ein von Starkonstrukteur Adrian Newey gebautes Auto.

Starten Sie mit uns von der Pole Position!

 

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